Lernen auch außerhalb der Schule

Blogbeitrag von Michael Siebel

Wir wollen doch alle, dass unsere Kinder viel und gut Lernen. Früher haben wir gesagt: „Nicht für die Schule sollst du lernen, sondern für´s Leben“. Ich meine damit, einen gesunden Menschenverstand erlernen. Das ist ganz einfach. Zu unterscheiden was gut und was böse ist, was ich machen darf und was nicht und wie ich das mit anderen regele. Pädagogen nennen das „staatsbürgerliche Bildung“. Das kann man in der Schule lernen, aber auch außerhalb der Schule, mit Freuden beim Chatten. Ich lerne z.B. viel, wenn ich mir gute Erklärvideos anschaue und es gibt Menschen, die bringen Das Kindern und Jugendlichen bei. Das Institut für Medienpädagogik und Kommunikation in Darmstadt macht das beispielsweise.

Oder in Jugendzentren, oder mit den Großeltern lernen Kinder auch. Lebensweisheiten liegen offen auf der Straße; Schulweisheiten sind ein Buch mit sieben Siegeln. Einfach mal nachdenken, mit anderen reden und sich auch streiten. Das ist wichtig.

Ich möchte dass meine Kinder selbstbewusst durch´s Leben gehen; als „mündige Bürger“. Dass sie sich nicht von rechten Parolen und fake news verwirren lassen. Auch das kann man lernen – in der außerschulischen Bildungsarbeit.

Was ich auch wichtig finde ist, dass Kinder tun, dass sie handeln, dass sie nicht nur theoretisch lernen. Das geht gut beim Spielen und beim Sport, wenn man sich bewegt, den Körper und den Geist – am besten mit anderen.

Deshalb bin ich auch dafür, dass die außerschulische Bildungsarbeit in Darmstadt stärker gemacht wir, dass es Geld für Jugendzentren und Schulsozialarbeit gibt und dass es Kunstprojekte in und außerhalb der Schulen gibt. Gute Schulen sind wichtig. Gute Lernorte außerhalb der Schule aber genauso.